Er studierte an der Universität Salamanca Rechtswissenschaften, schrieb Gedichte, war ein aufsässiger Raufbold und ein erstklassiger Degenkämpfer, der noch nie eine Auseinandersetzung verloren hatte. 1504 zieht es ihn nach Hispaniola um dort sein Glück zu machen. Unterworfene „Indios“ die in seinen Minen und auf seinen Plantagen von Kuba schuften, erwirtschaften ein Vermögen für ihn und machen den Studienabbrecher zum reichen Mann.
Doch er wäre kein echter Konquistador, wenn er jetzt schon zufrieden wäre. 1517 bricht der verwegene Raufbold nach Yucatán auf, wo er und seine Glücksritter ein Imperium vorfinden werden, dem nur noch der geharnischte Schups der neuen Zeit fehlt um zu kollabieren.
Verarmt aber stolz – so lässt sich der niedere Adel beschreiben in den Hernàn Cortès 1485 in Medellin, Spanien, geboren wird. Im Gegensatz zu anderen späteren Konquistadoren ist er alles andere als ein Analphabet. An der Universität Salamanca studiert der junge Hernàn Rechtswissenschaften. Schriftlich weiß er sich bald sehr gut auszudrücken – eine Fähigkeiten mit der er später seine blutigen Eroberungen vor dem spanischen König rechtfertigen wird.

Wenn er nicht gerade Gedichte schreibt macht Cortès als Duellant und Schürzenjäger von sich reden und bringt sich damit immer wieder selbst in Schwierigkeiten. Sein Studium bricht er ab und geht zum Militär. Sein Glück will er in der neuen Welt – in Neuspanien – machen. Und so bricht er 1504 dorthin auf um an der Seite des mit ihm Verwandten Statthalter von Hispaniola, Diego Velàques de Cuèllar, ein Vermögen zu machen. Dort angekommen machen sie sich daran Kuba zu unterwerfen. 1511 sind die Eingeborenen unterworfen und das Land der spanischen Krone untertan. Cortès wird wie vielen anderen spanischen Neuankömmlingen Land zugeteilt auf dem die „Indios“ auf Plantagen und in Minen arbeiten. Cortès beutet die Eingeborenen gnadenlos aus und wird zum reichsten Mann auf Kuba. Er schreibt Gedichte während die Indios an eingeschleppten Krankheiten und der herzlosen Behandlung zu Grunde gehen. Genug hat Cortès noch lange nicht. Als Velàques 1517 das mittelamerikanische Festland und die Halbinsel Yucatàn erkundet, ist bald von sagenhaften Goldvorkommen die Rede. Cortès wird eine Expedition zugeteilt und kann eine kleine aber schlagkräftige Truppe aufstellen, dank seines Reichtums den er den Eingeborenen abgepresst hat. Velàguez wartet noch auf die Zusage des spanischen Königs um sich die Inbesitznahme der vermutlich ertragreichen Länder zu sichern. Er schätzt sich glücklich mit Cortèz einen ehrgeizigen Anführer unter seinem Befehl zu haben. Die Kubaner allerdings trauen Cortès nicht über den Weg. Er gilt als verschlagen, ehrgeizig, willensstark und liebestoll . Sie warnen ihren Gouverneur, worauf dieser seine Zuteilung aufheben will. Doch Cortès hat bereits seine 670 Männer die mit großen Erwartungen nach Neuspanien aufgebrochen sind, auf die 17 Schiffen gebracht mit denen er am 18. Februar 1518 unerschrocken in See sticht. Diego Velàques de Cuèllar kann ihn nicht mehr aufhalten.
Die Spur des Goldes
Cortès bescheidenes Ziel ist es Mexiko zu erobern und auf der davor gelegenen Insel Isla de Santa Gruz gehen sie an Land und überfallen die hiesigen Maya. Reichtümer sind bescheiden, doch ein von ihnen gefangenen Franziskaner Gerònimo de Aquilar sieht das Ende seiner achtjährigen Gefangenschaft. Die Sprache der Maya beherrscht der Gottesmann nach der langen Zeit, lebte er doch laut eigener Aussage mitten unter ihnen. Die Erzählungen über Städte voll Gold und Edelsteinen seien keine Gerüchte, sondern Tatsache versichert er seinen Rettern. Yucatán wird umsegelt und die Flotte läuft einen Fluss namens Tabasco ein.
Eine Sklavin, Fakenews und andere wertvolle Verbündete
Die Stadt am Fluss Tabasco bringen die Spanier dank ihrer weit überlegenen Waffen schnell unter ihre Kontrolle. Die Indianer überreichen den Spaniern 20 Sklavinnen, eine davon, Malintzin oder La Malinche, spanisch: Donna Maria -wird indirekt das Imperium der Azteken in den Abgrund stürzen.
„Diese Frau war ein entscheidendes Werkzeug bei unseren Entdeckungsfahrten. Vieles haben wir nur mit Gottes Beistand und ihrer Hilfe vollbringen können. Ohne sie hätten wir die mexikanische Sprache nicht verstanden, zahlreiche Unternehmungen hätten wir ohne sie einfach nicht durchführen können.“
Bernal Dìaz del Castillo über Malinche in seinem Bericht „Geschichte der Eroberung Mexikos“

Als Dolmetscher ist sie von unschätzbarem Wert. Sie spricht Maya und Nahuatl- die Sprache der Azteken. Malinche wird Cortès Geliebte. Dank ihr gelingt es Cortez Bündnisse mit anderen Städten zu schließen. Wenn das nicht geht spielt er sie gegeneinander aus. Aufhetzen gegen die ganz Mexiko dominierende Oberherrschaft der mächtigen Azteken muss er wohl nie. Regelmäßig verlangen diese nach Menschenopfer unter den unterworfenen Städten.
Cortez Propaganda hat leichtes Spiel. Nach dem Motto divide et impera (teile und herrsche) sichert er sich Siege schon im Vorhinein. Ein uraltes Mittel dem sich die koloniale Herrschaft in der Geschichte immer wieder bedient. Die Zahl der Indios die sich den fremden Eroberern anschließen steigt. Eine Entwicklung die in der Hauptstadt der Azteken mit Sorge aufgenommen wird.
An den spanischen König Karl I. schreibt er in einem seiner Briefe: „Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird untergehen“

Desinformation
Um sich den Rückhalt der Verbündeten zu sichern, bestraft Cortes Übergriffe seiner Männer auf Frauen und Eigentum mit demonstrativer Härte. Oberste Priorität hat für ihn stets den Informationsfluss zu kontrollieren, so weiss er immer mehr über seine Gegner als sie über ihn. Gezielt streute er, man kann es Fakenews nennen, absurde Mythen unter den Indios. Wie die Unsterblichkeit ihrer Pferde. Sind die für die Indios unbekannten riesigen Huftiere schon fremd und furchterregend, lässt er zusätzlich das Gerücht verbreiten die Schlachtrösser seien auch noch unsterblich. Verstirbt doch eines der Tiere, wird es möglichst tief vergraben. Auch ein Mythos der sich bis heute hartnäckig hält, dass Montezuma den fremden Eroberer für den aus aztekischen Prophezeiungen bestimmten heimkehrenden Gott Quetzalcoatl gehalten mag, ist tatsächlich ein bewusst gestreutes Gerücht der Spanier. Auch dass die Spanier bei ihrer Ankunft in der Hauptstadt der Azteken von wohlriechenden Weihrauchartigen Dämpfen der Bewohner eingehüllt werden, wird von den Spaniern als Verehrung gedeutet. In Wahrheit geht es den Stadtbewohnern darum die mangelnde Körperhygiene der Europäer zu überdecken.


Am 21. April 1519 werden die Spanier bei San Juan de Ulua von einer Delegation des Aztekenherrschers Montezuma empfangen. Freundlich aber bestimmt erklären sie das dieser sie nicht in seiner Stadt Tenochtitlán haben wolle. Mit Geschenken wie Edelsteinen und Gold wollen sie die Spanier vertrösten – und abwimmeln. Doch die funkelnden Geschenke bekräftigen Cortèz in seinem Vorhaben nur. Um sich Besitzrechte zu sichern, gründet er eine neue Kolonie im Namen des spanischen Königs (dieser weiß von seinem Glück noch nichts). Laut den Indianern soll die Stadt des Montezumas vor Reichtümern strotzen und sie fürchten sich vor ihm, den etliche Völker haben Montezumas mächtige Armeen bereits unterworfen. Wer sich auflehnt, bekommt das Obsidianmesser des aztekischen Hohepriesters zu spüren. Sorgen die Mayas mit ihren archaischen Kopfschmuck, der Kriegsbemalung und dem markerschütternden Schlachtrufen schon für Beklemmung, bekommen es die Spanier bei den Berichten über die noch barbarischeren Azteken, die Malinche für sie übersetzt mit der Angst. Aber nicht Cortès. Was sonst als unglaublich Schätze sollten diese Horden an Menschenfressern sonst hüten? Er lässt die ankernden Schiffe noch an Ort und Stelle verbrennen. Nun gibt es kein Zurück mehr.
Noch am 16. August brechen die Spanier zusammen mit ihren indianischen Verbündeten auf.
Die Tlaxcalteken sind den Azteken zwar feindlich gesonnen, dennoch stellen sie sich den Spaniern und ihre Verbündeten – die Furcht vor den gnadenlosen Azteken im Nacken-entgegen. Vergeblich. Gegen Kanonen, Armbrüste, Musketen und den Stahlklingen können sie nicht ausrichten. Pfeile, Speere und Keulen zerbersten an den eisernen Harnischen und Helmen der Spanier. Als sich der Nebel der rauchenden Kanonenläufe lichtet, die aus dem Urwald Kleinholz gemacht haben, bleiben die Spanier siegreich.
Die Angreifer sehen ein, dass es keinen Sinn hat und dass die Spanier wertvolle Verbündete gegen die verhassten Azteken sind. Gewissermaßen sehen sie in den Spaniern eine Art fremde Söldner und statten sie mit 2000 Kriegern aus. Eine weitere Indianerstadt, Cholula, die bereits von den Azteken unterworfen worden war, zerstört die wachsende Allianz aus Spaniern und Indianern völlig.
Ankunft in Tenochtitlan
8.November 1519. Der Anblick dieser Stadt soll den Spaniern den Atem geraubt haben. Wer die alte Welt und ihre Städte kennt hat nie etwas Vergleichbares gesehen. Mitten im mexikanischen Hochland in der Mitte eines riesigen Sees, betreten sie eine der größten Städte jener Zeit.



Montezuma empfängt sie und bringt sie in einem Palast unter, den sie prompt militärisch besetzten. Dann geht alles schnell. Sie locken den König in den Palast und setzen ihn gefangen. Nun ist er nicht mehr als eine Marionette von Cortèz. Als wäre das nicht demütigend genug, muss der Herrscher des gigantischen Reichs, die Oberhoheit des spanischen Königs anerkennen.
Doch einige Militärs der Azteken können die Schmach nicht ertragen, sie greifen die von Cortès gegründete Kolonie Vera Cruz an, verwunden mehrere Spanier und einem schneiden sie den Kopf ab. Als Reaktion lässt Cortès die aufrührerischen Anführer festnehmen und öffentlich verbrennen. Er weiß um die Wirkung die dieser grausame Akt auf die Azteken hat, Menschen lebendig zu verbrennen ist selbst für die menschenopfernden Azteken ein Novum an Brutalität.
Der lange Arm des Gouverneurs
Nicht nur die Azteken sind über Cortès Waffengang erbittert. Cortès eigentlicher Auftraggeber Diego Velàques de Cuèllar will dem Treiben seines abtrünnigen Verwandten ein Ende bereiten. Unter dem Kommando von Panfilo de Narvaez heften sich 18 Schiffe und 1200 Mann auf die Fersen des Eroberers von Mexiko. Cortès lässt eine kleine Gruppe Spanier in Tenochtitlàn zurück und zieht ihm entgegen. Seinen Gegner überrascht er in der Nacht und nimmt den Großteil gefangen. Die meisten davon laufen zu Cortès über. Schlecht geht es für Narvaez Tross aus. Cortès verbündete Indianer sollen in jener Nacht alle 550 Gefangenen geopfert und rituell verzehrt haben.
Noche triste

Unterdessen überspannen die anderen Spanier in Tenochtitlán den Bogen durch ein Blutbad unter den Stadtbewohnern. Als Cortes mit 1200 Mann zurückkommt, befinden sich diese in einer mehr als heiklen Lage. Die wütenden Azteken erheben sich unter einen neuen Herrscher namens Cuitlauac. In diesen Wirren kommt sein Vorgänger Montezuma ums Leben. Nachdem Cortez sich zu ihnen durchgekämpft hat, verschärft sich die Lage. Ganz Tenochtitlán hat genug und will die Spanier tot sehen. Nur knapp und unter hohen Verlusten können sich die Spanier durch die engen Gassen und den anschließen schwimmenden Straßen aus der Metropole befreien.
Als sie die Stadt Tlaxcala erreichen ist die Bilanz erschreckend: Nur 425 Spanier und 24 Pferde sind dem Zorn der Azteken entkommen. Cortèz selbst hat einen Zeigefinger verloren. Seinem immerwährenden Mut und Vorbildwirkung ist es zu verdanken das die Spanier überhaupt entkamen, wie ein Zeitzeuge später festhält.
Während die Azteken die unglücklichen Gefangenen zum Dank an ihre Götter opfern, taufen verängstigten Spanier jene Nacht in Tenochtitlán auf den Namen „Noche triste“ – die traurige Nacht.
Ende der Azteken
Am Ende ist Cortez noch lange nicht. Allein schon das sie entkommen konnten grenzt an ein Wunder und spricht für die kriegerische Überlegenheit der Spanier. Die kleine Schar Überlebender ist Zeichen genug das die verhassten Azteken besiegbar sind, so sehen es die weiteren beutegierigen indianischen Neuankömmlinge, die sich den Spaniern nun anschließen.
Nun mit Verstärkung ausgestattet, geht Cortez in die Gegenoffensive.
Ob die indigenen Sympathisanten in den Spaniern Erlöser aus dem Joch Tenochtitláns sehen oder sie für das geringere Übel halten – in beiden Fällen sollten sie sich später gewaltig täuschen.
So erfolgreich die Gegenoffensive, so herausfordernd die Belagerung Tenochtitláns die nun beginnt. Seine Bewohner ziehen die schwimmenden Straßen, die zur Stadt führen hoch. Cortez lässt 13 kleine Schiffe bauen und ist nun so in der Lage die Azteken von See und über Land von der Versorgung abzukappen. Die Belagerung dauert mehrere Monate. Erst Hunger und Krankheiten – letztere auch von den Spaniern eingeschleppt, bringen die glanzvolle Stadt zu Fall.
Die Zerstörung ist gnadenlos und am Ende sind laut Schätzungen moderner Historiker zwischen 100 000 und 240 000 Azteken tot. Cortez hingegen hat lediglich 80 Mann bei der Belagerung verloren. Insgesamt hatten die Spanier 1000 Mann verloren. Selten wurde ein gigantisches Reich mit weniger Verlusten niedergerungen.
Mit der Gefangennahme des letzten Aztekenherrschers Cuahtemoc im April 1521 ist Tenochtitlán endgültig Geschichte.
Das große Sterben der Bevölkerung Mexikos hat allerdings erst begonnen. Gewaltexzesse der Spanier unter ihnen und die eingeschleppten Krankheiten sollen Millionen Tote gefordert haben.


Gouverneur Cortès
1535 beginnt Cortez die zerstörte Stadt wiederaufzubauen und sie erhält natürlich einen spanischen Namen: Ciudad de Mexico. Über den kläglichen Überresten einer Pyramide wird eine Kathedrale von indigenen Zwangsarbeitern errichtet.
Cortèz, vor kurzen noch ein abgebrannter Rumtreiber aus niederem Adel, wird noch im Oktober 1522 vom spanischen König zum Gouverneur, Generalkapitän und Obersten Richter von Neuspanien ernannt. Die Staatskasse Spaniens quilt über von den Aztekenschätzen die nun in Galeonen über den Atlantik in Madrid einlaufen. Spanien steht am Höhepunkt seiner Macht.
Gestillt ist die Gier nach Gold noch lange nicht. Cortez langweilt sich mit der Verwaltung seiner Eroberungen. Er ist vieles, aber kein Bürokrat. So sendet er 1523 Christobal de Olid aus um Honduras zu erobern. Lange ist nichts von Olid zu hören, bis bekannt wird, dass er sich mit Cortez alten Feind Velazquez verbündet. Sicher juckt es Cortez in seinen neun verbliebenen Fingern selbst zum Schwert zu greifen, doch die Verwaltung seiner Eroberungen verlangen seine ganze Aufmerksamkeit. Er entsendet eine weitere Expetition, diesmal unter einem gewissen Francisco de Las Casas um den Verräter gefangen zu nehmen.
Wieder wartet Cortez am Schreibtisch vergeblich auf eine Antwort.
Er macht sich selbst auf den Weg und kämpfte sich erfolglos durch einen verlustreichen Feldzug gegen die mit Entschlossenheit kämpfenden Indianern.
Missgunst in Spanien
In Tenochtitlán kommt das Gerücht auf Cortez sei bereits in der Wildnis verstorben als er länger fernbleibt. Seine Gegner beginnen seinen Besitz unter sich aufzuteilen. Als Cortez aus der Wildnis zurückkommt ist er praktisch entmachtet. Selbst in Spanien, am Königshof hatte man den temperamentvollen Aufsteiger angeschwärzt.
1528 bleibt ihm nichts anderes über als selbst nach Spanien zu reisen. Er zieht alle Register seines Charmes und verlässt die Audienz mit Karl V. im Hochadel. Der König hatte ihn zum Marquis des Tales von Oaxaca ernannt.
Dennoch: Gouverneur von Neuspanien sollte er nie wieder sein
Schicksal eines Konquistadors
1530 kehrt er nach Mexiko zurück, dort hat er keine zivile Gewalt mehr inne. Stattdessen liegt diese nun bei einer eigenen Behörde – der Audiencia de Nueva Espana. Zusätzlich wird ein Vizekönig für Neuspanien eingesetzt- es versteht sich von selbst das der vor stolze Cortèz mit diesen in Konflikt gerät. Dieser gestattet den Eroberer Mexikos seine Eroberungsfeldzüge fortzuführen. Bei diesen Zügen entdeckt Cortes die Halbinsel Baja California.
1541 kehrt er dennoch nach Spanien heim. Empfangen wird Cortez mit wenig Begeisterung. Der König gibt dem Eroberungsdurst Cortes nach und gestattet dem Eroberer von Mexiko sich mit seinen beiden Söhnen der Flotte des Admirals Andrea Doria anzuschließen.
Sie nehmen das europäische Äquivalent der Azteken ins Visier: Die Osmanen aus Algier vertreiben. Ein Sturm beendet das Vorhaben. Der Mann, der mehrmals den Atlantik überquert hatte, ertrinkt bei nahe in jenem Sturm im Mittelmeer der Doria’s Flotte zerstört.
Die Glanzzeit Cortez ist endgültig vorbei. Die spanische Aristokratie, sieht in ihm einen Emporkömmling mit anschwellenden Geldsorgen. Cortes wird vom Eroberer zum Bittsteller um seine Ansprüche, die allesamt von Spanien ignoriert werden.
Cortès beschließt einmal mehr nach Neuspanien zu segeln, doch da packt ihn in Sevilla eine schwere Krankheit und fesselt ihn auf seinem Landgut Castilleja de la Cuesta ans Sterbebett.
Hernàn Cortès, der Eroberer Mexikos, stirbt schließlich am 2. Dezember 1547. Seinen restlichen Besitz teilt er unter seinen Kindern auf. Nicht wenige davon sind indianischer Abstammung. Sein Lieblingssohn, genannt Don Martin, hatte er mit seiner indianischen Geliebten und heimliche Zerstörerin des Aztekenreichs gezeugt: Donna Marina.
